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Umgang mit Unterrichtsstörungen - Ein Vorschlag!

Notwendiges Material:

Erklärung:

Als allererstes muss der Klasse die Konsequenz-Struktur ausführlich erklärt werden. Die Struktur wird am folgenden Beispiel der fiktiven Schülerin Lisa deutlich:

1. Störung:

Lisa redet beim kurzen Input zu Beginn der Stunde dazwischen.

Konsequenz: Augenkontakt, Handzeichen, Ermahnung, mit der Gelbe Karte in der Hand “spielen” (noch nicht zeigen!) o.Ä. Hier sollte sich jeder treu bleiben und seine eigenen Techniken anwenden.

2. Störung:

Lisa redet wenige Minuten danach wieder dazwischen, als das Spiel zur Aktivierung reflektiert wird. 

Konsequenz: Die Lehrkraft zeigt Lisa die Gelbe Karte mit dem Hinweis, dass das Verhalten stört und, dass die nächste Konsequenz die Rote Karte ist, die eine Aufgabe für zu Hause mit sich bringt, die die Eltern unterschreiben müssen. An dieser Stelle auf keinen Fall auf Diskussionen einlassen. Sollte es mehrere störende SuS in der Klasse geben, ergibt es Sinn sich den Namen kurz auf einem Notizzettel aufzuschreiben, damit man nicht durcheinander kommt. Eine Gelbe Karte kann zurückgenommen werden, wenn im Anschluss das Verhalten besser wird! –> Anreiz für besseres Verhalten.

3. Störung:

Kurz darauf stört Lisa erneut, da sie sauer über die Gelbe Karte ist und dies unfair findet.

Konsequenz: Die Lehrkraft zeigt Lisa die Rote Karte. 

Beim Zeigen der Roten Karte ist Folgendes unbedingt zu beachten:

Lisa die Konsequenz (Arbeitsauftrag für zu Hause) kurz nennen und dazu sagen: “Wenn du dein Verhalten ab jetzt änderst, den Unterricht nicht mehr störst und gut mitmachst, nehme ich im Verlauf der Stunde die Rote Karte wieder zurück.” 

Die Rote Karte bedeutet also keinen Ausschluss vom aktiven Unterricht! Nennt man diesen Zusatz nicht, ist Lisa möglicherweise erst recht sauer und verweigert sich komplett. So hat sie einen Anreiz, ihr eigenes Verhalten zu verbessern. Auf den Zusatz sollte nur bei extremen Störungen (z.B. Gewalt) verzichtet werden.

Tipp zur Erstellung der Karten:

Einfach Gelbes und Roten Papier einlaminieren sowie zurechtschneiden und schon hat man pro Blatt 9 Karten.